So hell kann eine Spende leuchten!
Bienen können mehr als Honig! In diesem Jahr wollten wir daher auch das Bienenwachs für das Syrienprojekt nutzen.

Damit etwas Gutes entsteht, müssen oft viele zusammenhelfen. Wir sind sehr dankbar, dass wir so viel Unterstützung von diversen Seiten bekommen haben:
Gemeinsam mit dem Imkerverein Salzburg Aigen haben wir Imker*innen gebeten, ihr Bienenwachs zur Verfügung zu stellen, – so sind gesamt ca. 50 Kilogramm Rohwachs zusammengekommen.
Der Imkerhof Salzburg hat das Wachs zusammengesammelt und zu Kerzenwachs umarbeiten lassen.
In der Caritas-Einrichtung Dorf St. Anton in Bruck an der Glocknerstraße haben Menschen mit Behinderung Bienenwachs zu Teelichtern verarbeitet.
Fa. Gredler Kerzen stellte die Gläser und Dochte dafür sehr günstig zur Verfügung.
Die Kerzen werden aktuell im Salzburger Dom als Opferkerzen verkauft, den Erlös dürfen wir für Hilfsprojekte in Syrien verwenden.

Vielen Dank an alle, die zum Erfolg des Projekts beigetragen haben!
Dazu kommt noch der Erlös der Honigernte 2025, mit dem wir voraussichtlich eine Summe, die mehreren Jahresgehältern in Syrien entspricht, spenden können. Unser Imkerfreund, der syrische Flüchtling Fadi wird mit uns gemeinsam auswählen, an welches Projekt der Caritas-Syrienhilfe der Erlös gehen soll.
Refubees 2025, Status und Ausblick
der Winter 2024/25 war sehr bitter für die Bienen und Imker.
Österreichweit spricht man von 50% Verlusten, jedes zweite Bienenvolk ist also gestorben.
Auch wir haben starke Verluste erlitten. Darum haben wir im Frühling drei Bienenvölker gekauft.
Der Zeitpunkt war recht spät, da die Obstblüte schon fast vorbei und das Wetter schlecht war.
Wir waren bereits auf ein Bienenjahr ohne Ernte eingestellt. Unser Fokus hat sich daher auf das andere Bienenprodukt verschoben: Wachs!
Dieses Jahr wollen wir Bienenwachs verwerten, um Spenden für die Syrienhilfe zu lukrieren.
Gemeinsam mit der Caritas Salzburg, dem Imkerhof Salzburg und dem Imkerverein Aigen planen wir die Produktion von Teelichtern.
Die gekauften Bienenvölker haben sich aber zum Glück hervorragend entwickelt, wir konnten Ableger machen und eine überraschend gute Ernte einfahren.

2025 hatten wir für unser RefuBees-Projekt daher sowohl Honig als auch Wachs zur Verfügung!
Dezember 2024:
Der Refubees-Honig ist da!
das Bienenjahr 2024 ist längst vorbei, die Ernte eingefahren, abgefüllt und etikettiert.
Dabei hat sich die Zusammenarbeit zwischen BIO-TECH und der Caritas intensiviert und eine Freundschaft mit Fadi entwickelt.
Kinder vom Lerncafé haben die Etiketten gestaltet und die Jugendlichen vom Easy-Projekt haben den Honig abgefüllt.
Ab jetzt kann man den Honig in den Carla-Läden in Salzburg kaufen. Die Erlöse kommen der Caritas-Syrienhilfe zugte.
Auszüge aus dem Caritas-Pressetext:
Kurt Sonneck, Leitung Kommunikation: „Herzlichen Dank an alle Beteiligten! RefuBees ist ein ganz wunderbares Projekt, das so viel Schönes zusammenbringt: Die Kinder in unseren Lerncafés, allen voran Gharam aus Syrien und Jakub aus Polen, die Bewohner*innen der Altenpension, wo die Bienenstöcke stehen, den Syrer Fadi, der die Bienen betreut und die Jugendlichen unseres Beschäftigungsprojektes easy, die den Honig in Gläser gefüllt haben. Mit dem Geld, das aus dem Verkauf des Honigs bleibt, helfen wir Menschen in Gharams und Fadis Heimat Syrien. Danke an Initiator Leonhard Ségur-Cabanac für diese Idee und an alle, die zum Erfolg beitragen!“

Gharam, 8 Jahre, aus Syrien und Jakub, 7 Jahre, haben die Zeichnungen, die nun die Honiggläser zieren, gemalt. Stolz zeigen sie nun die gedruckten Etiketten mit ihren Bienen.
BIO-TECH:
Das Bienenjahr war recht gut, wir haben aktuell drei Refubees-Völker, von denen wir jeweils ca. 10kg Honig ernten konnten. Insgesamt haben wir mit den Jugendlichen im easy mehr als 250 Gläser Refubees-Honig abgefüllt – damit sind wir sehr zufrieden. Dass die Einnahmen aus dem Honigverkauf Fadis und Gharams Landsleuten in Syrien zugutekommen, bedeutet uns viel.
BIO-TECH hat den Siegern und dem Lerncafé Taxham ein Buch über Bienen überreicht.
Sonja Dick, Leiterin der Caritas-Lerncafés: „Die Kinder waren sofort begeistert und es sind wirklich schöne Zeichnungen für die Etiketten entstanden. Gharam und Jakub sind sehr stolz, dass sie den Wettbewerb gewonnen haben und ihre Zeichnungen nun auf den Gläsern sind. Mir persönlich gefällt ganz besonders, dass die Kinder so auch viel über Bienen und Honig gelernt haben.“

Fadi Koussa, syrischer Flüchtling und Imker: „Ich bin mit leeren Händen nach Österreich gekommen. Viele Menschen haben mir geholfen. Für mich ist das Refubees-Projekt eine Möglichkeit, wieder mit Bienen zu arbeiten, mich für die Unterstützung zu bedanken und auch etwas zurückzugeben.
Zu lernen, wie anders die Imkerei in Österreich im Vergleich zu Syrien funktioniert, ist eine sehr interessante Erfahrung für mich.“
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Die befruchtende Wirkung von Bienen kann über Pflanzen hinausgehen – aus unserer Beeotech-Imkerei ist 2023 ein Hilfsprojekt entstanden.
Gemeinsam mit der Caritas Salzburg haben wir von BIO-TECH das Imkereiprojekt RefuBees mit und für Syrische Flüchtlinge auf die Beine gestellt.

Wie ist es dazu gekommen?
„Anfang Juni hat sich Fadi bei BIO-TECH Salzburg beworben. Im Vorstellungsgespräch haben wir nach seinem Beruf in Syrien gefragt und es stellte sich heraus, dass Fadis Familie dort einen Imkereibetrieb hat. Spontan haben wir ihm angeboten, ein Bienenvolk von uns zu übernehmen. Fadi sagte, er würde sehr gerne wieder imkern und überhaupt etwas Sinnvolles tun, denn derzeit läuft sein Asylverfahren noch und er darf nicht arbeiten.
Durch unser Gespräch war der Samen gesät, der Stein ins Rollen gebracht. Der Gedanke ließ uns nicht mehr los. Man müsste die Caritas kontaktieren, vielleicht gibt es ja mehrere Personen, die sich beteiligen würden, vielleicht könnte ein Projekt daraus werden. Irgendwann fiel uns der Name „Refubees“ ein. Die Caritas Salzburg war sofort begeistert und bereit, mit uns ein Projekt daraus zu machen!“
Heute, am 1. August hat Fadi die ersten Bienenstöcke übernommen und im Garten einer Einrichtung der Caritas Salzburg aufgestellt.

Die erste RefuBees-Honigernte wird es allerdings erst 2024 geben.
Ziele unseres Projekts:
- Sinnvolle Beschäftigung für Flüchtlinge
- Verkauf der Imkereiprodukte für Flüchtlingsprojekte und Direkthilfe für Syrien
- Förderung der Integration durch gemeinsames Imkern
- Imkerlicher Austausch zwischen Syrien und Österreich
- Freude am gemeinsamen Imkern und Weitergabe der Faszination
Pressestimmen: